Diätologe – Beruf und Berufung zugleich. Gastinterview mit Doris Schwarz und Team

Die Menschen hinter dem Genusstag

Unter dem Titel „Genusstagvortragende im Spotlight“ stellen wir Ihnen nach und nach als Einstimmung auf den Genusstag am 12. Oktober die Personen hinter diesem Tag vor. Nach sehr interessanten Gesprächen mit Daniela Einsiedler, Herta Kaser und Birgit Trummer in den Vorwochen möchten wir Ihnen in dieser Woche die Diätologinnen der Gesundheitseinrichtung Breitenstein, Doris Schwarz und ihre Kolleginnen Corinna Kainrad und Tanja Friesenbichler, vorstellen.

Fixer Bestandteil eines jeden Genusstages

Doris Schwarz ist Diätologin und seit rund 20 Jahren als solche in der Gesundheitseinrichtung Breitenstein tätig. Sie und ihr Team an fachkundigen Diätologinnen sind seit Anbeginn des Genusstages in Kapfenberg auch ein fixer Teil des Programms. Denn jedes Jahr stellen die Expertinnen im Genusslabor interessante Ernährungsthemen vor. So auch in diesem Jahr, wo sich alles rund um die Schätze im eigenen Garten und in der Natur dreht und wie man diese schnell und einfach für die kalte Jahreszeit haltbar machen kann.

Gemeinsam GESUND im Mürztal – Genusstag 2017
Selbst hergestellte Suppenwürze gab es zum Beispiel am 4. Genusstag im Jahr 2017 im Genusslabor. Foto: © Gemeinsam GESUND im Mürztal

Gesunde Rezepte der Ernährungscoaches

Darüber hinaus kennen Sie das eine oder andere Rezept von Doris Schwarz und ihren Kolleginnen vielleicht schon, denn das ganze Jahr über präsentieren die Ernährungsprofis hier auf unserer Website eigens kreierte und saisonale Rezepte wie zum Beispiel diese köstlichen Suppenrezepte für die kalte Jahreszeit.

Wir haben uns mit Doris Schwarz, Corinna Kainrad und Tanja Friesenbichler zum Kurzinterview getroffen und über gesunde Ernährung und den Beruf der Diätologin gesprochen:

Frau Schwarz Sie sind ja nun schon einige Jahre in ihrem Beruf tätig, was hat sich für sie verändert?
Doris Schwarz: In den österreichischen Küchen haben sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr Fertigprodukte eingeschlichen. Diese enthalten aber im Vergleich zu Selbstgekochtem oft mehr Salz und Fett sowie auch mehr Zucker und meistens Konservierungs- und Farbstoffe, Emulgatoren und weitere Zusatzstoffe, um die Konsistenz zu erhalten. Mehr Zucker, Salz und Fett dienen oft dazu, den Geschmacksverlust, bedingt durch Transport und lange Lagerzeiten, zu kompensieren. Der Grund: Fertigprodukte müssen optisch und geschmacklich mit Frischgekochtem mithalten. Dadurch haben wir das Gefühl, uns gesund zu ernähren.

Wir werden aber immer kränker – Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen nehmen von Jahr zu Jahr zu und auch Allergien und Unverträglichkeiten sind in den letzten Jahren angestiegen.

Und was treibt Sie persönlich voran?
Doris Schwarz: In unserer Gesundheitseinrichtung arbeite ich vorwiegend mit Patientinnen und Patienten, die unter den vorhin erwähnten Krankheiten oder Allergien leiden. Deshalb ist es für mich so wichtig geworden, bereits präventiv auf das Ernährungsthema hinzuweisen. Es ist mir wichtig, zu vermitteln, dass gesunde Ernährung einfach umzusetzen ist und zur Gesunderhaltung und einem besseren Wohlbefinden beiträgt.

Drei Diätoliginnen auf einen Streich, v.l.n.r. Corinna Kainrad, Doris Schwarz, Tanja Friesenbichler, ©Gesundheitseinrichtung Breitenstein
Drei Diätologinnen auf einen Streich, v.l.n.r. Corinna Kainrad, Doris Schwarz, Tanja Friesenbichler, © Gesundheitseinrichtung Breitenstein

Frau Kainrad und Frau Friesenbichler, warum haben Sie sich für den Beruf der Diätologin entschieden?
Tanja Friesenbichler: Nahrung ist die erste Medizin, egal ob präventiv oder bei bestehenden Krankheiten, durch die richtige Ernährung kann bei jedem Einzelnen von uns viel Positives bewirkt werden.

Corinna Kainrad: Das Interesse für diesen Beruf wurde bei mir bereits in der Schule geweckt, da wir hier mit dem Thema in Berührung gekommen sind. Der Beruf der Diätologin gestaltet sich sehr abwechslungsreich. Es bedarf vor allem einem großen Maß  an Eigeständigkeit und Interesse an Neuem. Der Beruf bietet darüber hinaus die Möglichkeit bei Veranstaltungen wie dem Genusstag, Menschen Ernährung in ihrer Vielfältigkeit näherzubringen. In den letzten Jahren haben wir im Genusslabor zum Beispiel Kräuterzuckerl, Kräutersalz und vieles mehr zubereitet. 

Und können Sie uns schon einen Vorgeschmack geben, was uns am Genusstag am 12. Oktober im Genusslabor erwarten wird?
Corinna Kainrad: Dieses Jahr werden wir gemeinsam mit einer lieben Kollegin, nämlich Anita Pusterhofer, die sich sehr viel Wissen zu den Pflanzenschätzen unserer Region im Laufe der Jahre angeeignet hat, Köstliches für die Gäste zubereiten. Im Genusslabor werden wir dieses Jahr gemeinsam mit den Besuchern des Genusstages ein Tomaten- und ein Kürbiskern-Pesto zubereiten. Und in den letzten Wochen haben wir bereits Chutneys produziert und Pilze eingelegt und haltbar gemacht, um sie am Genusstag mit den Besuchern zu verkosten.

Das klingt schon einmal köstlich und macht definitiv Lust auf mehr! Danke für die Zeit und wir freuen uns auf vieles mehr am 12. Oktober.

Weitere Informationen zum diesjährigen Genusstag sowie den aktuellen Programmfolder finden Sie auch hier!

(Titelbild: Adobe Stock, Tom Bayer)

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