Nicht ohne E-Card in den Urlaub

Auch im Urlaub sind Sie mit der Europäischen Krankenversicherungskarte auf der Rückseite Ihrer E-Card im Krankheitsfall geschützt

Die Ferien haben begonnen, die Koffer sind gepackt. Wenn Sie demnächst in den Urlaub aufbrechen, dann sollten Sie auf jeden Fall an ein federleichtes, aber unentbehrliches Reiseutensil denken: die E-Card. Auf ihrer Rückseite befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Mit dieser können Sie bei vorübergehenden Aufenthalten im Ausland die notwendigen medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen.

In welchen Ländern gilt die Karte?

Akzeptiert wird die Karte in der gesamten EU sowie in der Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein. Für Reisen in die Türkei muss man sich vor der Reise einen Urlaubskrankenschein besorgen. Dieser ist bei der Arbeitsstelle oder beim jeweiligen Sozialversicherungsträger – etwa der VAEB – erhältlich.

Nicht ohne E-Card in den Urlaub – Gemeinsam gesund im Mürztal – Genusstag in Kapfenberg 2019
Für den Ernstfall gewappnet: Auch im Urlaub sollten Sie die E-Card immer dabei haben. Foto: © Adobe Stock, contrastwerkstatt

Alles ausgefüllt?

Um sicherzugehen, dass etwaige Behandlungen im Ausland über die Europäische Krankenversicherungskarte abgerechnet werden können, sollte vor der Abreise überprüft werden, ob auf der Rückseite der E-Card alle Felder ausgefüllt sind. Sollten hier nur Sternsymbole aufscheinen, so ist die EKVK nicht gültig. In diesem Fall muss beim jeweiligen Sozialversicherungsträger eine Ersatzbescheinigung beantragt werden.

Nicht immer die gleichen Leistungen wie zu Hause

Generell gilt: Wer in einem Land, in dem die EKVK gilt, akut erkrankt, hat das Recht, so behandelt zu werden wie eine dort sozialversicherte Person. Da die ausländischen Sozialversicherungen aber nicht immer dieselben Leistungen wie österreichische zahlen, kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen. So decken beispielsweise in vielen anderen Ländern die regionalen Versicherungen Zahnbehandlungen mit einem weit geringeren Prozentsatz ab als in Österreich.

Bei Ungültigkeit: Kostenerstattung beantragen

In all jenen Ländern auf der Welt, in denen die EKVK nicht gültig ist, müssen die Kosten für eine ärztliche Behandlung oder für Medikamente erst einmal selbst bezahlt werden. Verlangen Sie eine möglichst detaillierte Rechnung über Art, Umfang und Datum der Behandlung. Diese bezahlte Rechnung kann dann bei der jeweiligen Sozialversicherung zur – teilweisen – Kostenerstattung eingereicht werden. Um sich abzusichern, empfehlen wir bei Reisen in diese Staaten den Abschluss einer privaten Krankenversicherung.

Wichtig: Auch wenn Sie die E-Card beziehungsweise den Urlaubskrankenschein daheim vergessen haben oder diese vom ausländischen Leistungserbringer nicht anerkannt werden, müssen Sie die Behandlungskosten vorerst selbst übernehmen. Nach Ihrer Rückkehr können Sie dann den Antrag auf Kostenerstattung einreichen.

Genauere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier:

Kommen Sie gesund durch die Ferien und den Urlaub – wir wünschen eine erholsame Zeit!

Titelbild: © Adobe Stock, grki

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